COMPOSER-IN-RESIDENCE 2018: DAI FUJIKURA

Dai Fujikura

Dai Fujikura wurde 1977 in Osaka geboren und emigrierte im Alter von 15 Jahren ins Vereinigte Königreich, um sein Schulstudium abzuschließen. Er erhielt zum ersten Mal internationale Aufmerksamkeit, als er während seines Studiums die Kazimierz Serocki International Composers‘ Competition gewann. Im Laufe seiner Karriere erhielt er viele weitere Anerkennungen wie 2017 den WIRED Audi Innovation Award und den silbernen Löwen bei der Biennale in Venedig.

Von den wichtigsten Orchestern und Veranstaltern bekommt er zahlreiche Kompositionsaufträge, so z.B. zweimal von den BBC Proms in London. Sein Stück „Tocar y Luchar“ wurde 2011 mit Gustavo Dudamel und dem Simón Bolívar Youth Orchestra in Venezuela uraufgeführt.

Seine erste Oper „Solaris“ wurde 2015 in Paris mit einem Libretto und unter der Regie des japanischen Choreographen Saburo Teshigawara uraufgeführt. Dabei handelt es sich um eine multimediale Produktion mit Tanz, elektronischer Musik und 3D-Film. Erstmalig war dieses Projekt im Mai 2018 im Theater Augsburg zu erleben. Seine zweite Opernkomposition, „Der Goldkäfer“, ist ein Auftragswerk vom Theater Basel und wurde dort im März diesen Jahres zur Uraufführung gebracht. Kurz davor feierte er die deutsche Premiere von seinem Cellokonzert mit Jan Vogler und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.

Aufnahmen von seinen Werken befinden sind vorwiegend beim Label Kairos und bei NMC Recordings zu finden. Seine neuste Einspielung „My Letter to the World“ (2016) beinhaltet einen Lieder-Zyklus mit dem englischen Bassbariton Simon Bailey.

Fujikuras Schaffen und Wirken beschränkt sich nicht nur auf die Klassikszene. Mit hoher Freude und ebenso großem Erfolg arbeitet er auch mit Künstlern aus dem Pop-, Jazz- und Improvisationsbereich zusammen. Als Anerkennung dafür wurde er 2017 vom „Born Creative“ Festival in Tokio zum Künstlerischen Leiter ernannt, wo er zusätzlich für die Sparte „electronics“ verantwortlich ist.

Dai Fujikuras Werke werden alle bei Ricordi Berlin verlegt.

Rückblick - Composer bis 2017

Thomas Adès, Großbritannien
Gustavo Beytelmann, Argentinien
Chen Yi, China
Sofia Gubaidulina, Russland
John Harbison, USA
David Philip Hefti, Schweiz
Sven Helbig, Deutschland
Olli Mustonen, Finnland
Helmut Oehring, Deutschland
Matthias Pintscher, Deutschland
Torsten Rasch, Deutschland
Wolfgang Rihm, Deutschland
Esa-Pekka Salonen, Finnland
Iris ter Schiphorst, Deutschland
Steffen Schleiermacher, Deutschland
Daniel Schnyder, Schweiz
Steven Stucky, USA
Mark-Anthony Turnage, Großbritannien
Erkki-Sven Tüür, Estland
Jörg Widmann, Deutschland
Zhou Long, China

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